Lange Nacht der Museen 2019

23. März 2019, 19-2 Uhr


Lorenza Böttner, o.T., 1984 (c) Privatsammlung, alle Rechte vorbehalten
White Limozeen (c) Philine Rinnert

P r o g r a m m - Württembergischer Kunstverein Stuttgart

Lorenza Böttner. Requiem für die Norm
Kurzführungen
19-22 Uhr

Der Württembergische Kunstverein zeigt die erste umfassende Einzelausstellung der Künstlerin Lorenza Böttner in Deutschland. Böttner, die mit Füßen und Mund malte und Fotografie, Zeichnung, Tanz, Installation und Performance als ästhetische Ausdrucksmittel verwendete, widersetzt sich in ihrem Werk den Prozessen der Entsubjektivierung und Entsexualisierung, dem Wegsperren und Unsichtbarmachen von funktional andersartigen und Transgenderkörpern. Die Ausstellung zeugt von Böttners rigorosem und bedingungslosem Eintreten für die Sichtbarkeit von nicht normativen Körpern. Zugleich ist sie eine Reise in die ebenso bemerkenswerte wie einzigartige Welt einer Künstlerin, deren Bestimmung es zu sein scheint, zu einer Klassikerin des 20. Jahrhunderts zu avancieren. mehr

White limozeen
Musiktheater-Performance
20:30 Uhr
22:30 Uhr

Das Repertoire der Oper – dieser „großen weißen und ultra-teuren Limousine des Kulturbetriebs“ (Müller/Rinnert) – ist gespickt mit Exotismus und gerät heute nicht selten unter Rassismus-Verdacht. Mit ihrer Praxis „farbenblinder“ Besetzung gilt das Genre im Critical Whiteness-Diskurs derzeit aber durchaus auch als fortschrittlich: Aida kann im Opernalltag Japanerin sein und mancherorts hat die Hälfte von Carl Maria von Webers Jägerchor Eltern in Korea.
Anhand von Puccinis Oper Madama Butterfly untersuchen Johannes Müller/Philine Rinnert mit der Sopranistin Sarai Cole und der Schlagzeugerin Sabrina Ma in White Limozeen Erzähltechniken von Oper vor dem Hintergrund der Spannung zwischen kolonialer Geschichte und Alltagspraxis des Opernbusiness: Auf welche Weise wird das Fremde durch Mittel von Musik, Kostüm und Maske konstruiert?

Eine Produktion von „BAM! – Berliner Festival für aktuelles Musiktheater“.

Ein Gastspiel der Staatsoper Stuttgart in Kooperation mit dem Württembergischen Kunstverein Stuttgart im Rahmen der Ausstellung „Lorenza Böttner. Requiem für die Norm“ (23.2.-5.5.2019).

Atelierhaus im Schellenkönig (Außenansicht)
Lukas Derow "Blaulicht"
Kanoko Hashimoto "Blaue Portraits"
Renate Hoffleit+Michael Bach "Om Klangstrom"
Jürgen Leippert
Conny Luley
Monika Radhoff

P r o g r a m m - Atelierhaus im Schellenkönig

Offene Ateliers
Im Schellenkönig 56, 70184 Stuttgart
19-2 Uhr

Mit dem Atelierhaus im Schellenkönig bietet der Württembergische Kunstverein 19 Werkräume für Künstler aus aller Welt sowie seit 2009 einen Raum für temporäre Residenzen internationaler Künstler und Kuratoren. Das Gebäude, vom Stuttgarter Architekten Paul Stohrer erbaut, wurde 2014 zum Kulturdenkmal ernannt. Mit der Bereitstellung von günstigem Atelierraum fördert der Kunstverein auch die Arbeitsgrundlage der Künstlerinnen und Künstler vor Ort.

Bei der Langen Nacht der Museen öffnen die Künstlerinnen und Künstler des Atelierhauses ihre Ateliers und zeigen ihre Arbeiten, die von Lichtskulpturen über Malerei, Zeichnung bis hin zu Videoarbeiten reichen:

Lukas Derow
Blaulicht Serie leuchtender Wandskulpturen

Christa Düwell
Arbeiten zum Thema Zeichenhaftes

Kanoko Hashimoto
Blaue Porträts der Menschen auf der Erde

Renate Hoffleit + Michael Bach
Videofilme über das Projekt Im Klangstrom

Jürgen Leippert
Malerei als expressiver Realismus

Conny Luley + Monika Radhoff-Troll
Ausstellung zum Projekt the see ist not just blue

Gisela Zimmermann
Metamorphosen zwischen den Welten

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